Allgemein

Bundeskabinett winkt Beitragsbemessungsgrenzen für 2019 durch

Das Bundeskabinett hat die Beitragsbemessungsgrenzen für das Jahr 2019 beschlossen. Wer gesetzlich krankenversichert ist und zu einer privaten Krankenversicherung wechseln will, wird im kommenden Jahr deutlich mehr verdienen müssen. Auch werden Gutverdiener in der Sozialversicherung stärker zur Kasse gebeten.

Beitragsbemessungsgrenzen sind wichtige Werte in der Sozialversicherung. Jedes Jahr werden sie vom Gesetzgeber neu festgelegt. Dabei vollzieht sich fast immer dasselbe Prozedere: Zunächst werden die voraussichtlichen Größen in einem Referentenentwurf im September veröffentlicht. Das Bundeskabinett winkt diese dann durch, weil sie sich sehr streng an der Lohnentwicklung orientieren.

So ist es auch dieses Jahr wieder gewesen. Und das heißt: Erneut müssen Beschäftigte mehr verdienen, wenn sie sich privat krankenversichern wollen. Die entscheidende Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitentgeltgrenze genannt, steigt von 59.400 Euro in diesem Jahr auf künftig 60.750 Euro. Ein Wechsel ist nur dann möglich, wenn im Folgejahr dieser Bruttoverdienst wahrscheinlich getoppt werden kann.

Auch Gutverdiener müssen im kommenden Jahr höhere Beiträge in der Sozialversicherung entrichten – sofern sie ein so hohes Einkommen haben, dass sie die entsprechenden Bemessungsgrenzen knacken. Die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird von derzeit 4.425 Euro Monatsbrutto auf dann 4.537,50 Euro angehoben. Für die gesetzliche Pflegeversicherung gelten die gleichen Werte. Für den Einkommensanteil oberhalb dieser Grenze sind keine Beiträge zur Sozialversicherung zu entrichten.

Gleiches gilt für die Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Auch hier müssen Gutverdiener mehr Beitrag zahlen. Hier gelten aber nach wie vor unterschiedliche Werte für West- und Ostdeutschland. Die BBG West wird 2019 auf 6.700 Euro festgesetzt, jährlich sind dies 80.400 Euro. In Ostdeutschland gilt 2019 die Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 6.150 Euro beziehungsweise jährlich 73.800 Euro.

Alterungsrückstellungen der privaten Krankenversicherer auf Rekordhoch

Im ersten Halbjahr 2018 haben die Alterungsrückstellungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung erstmals 250 Milliarden Euro überschritten. Damit haben sie sich binnen zehn Jahren verdoppelt. Das berichtet der PKV-Verband aktuell. Eine gute Nachricht, denn die sogenannten Alterungsrückstellungen sind ein Sicherheitspuffer gegen steigende Versicherungsbeiträge im Alter.

Um steigende Gesundheitskosten im Alter aufzufangen und die Prämien niedrig zu halten, müssen die privaten Krankenversicherer sogenannte Alterungsrückstellungen bilden. Diese haben im ersten Halbjahr 2018 erstmals die Marke von 250 Milliarden Euro geknackt, wie aktuell der PKV-Verband berichtet. Ende 2007 hatte sich diese Reserve noch auf 123,6 Milliarden Euro beziffert. Eine Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren!

Doch was sind die Alterungsrückstellungen? Vereinfacht erklärt ein Sicherheitspuffer für das Alter, wie es der Begriff bereits verrät. Die privaten Krankenversicherer sind gesetzlich verpflichtet, diese Rücklagen zu bilden. Seit einer Gesundheitsreform im Jahr 2000 ist auch genau festgelegt, wie hoch diese sein müssen: Die Versicherer schlagen mindestens zehn Prozent des Monatsbeitrags obenauf.

Dieses Geld wird am Kapitalmarkt angelegt, und zwar sehr sicherheitsorientiert. Ein Großteil steckt in festverzinslichen Anlagen. Ohne dass die Versicherer zusätzliche Kosten für diesen Puffer berechnen dürfen, kommt er ab dem 65. Lebensjahr zum Einsatz, um die steigenden Gesundheitskosten im Alter aufzufangen und die Prämie stabil zu halten. Die Versicherer müssen mindestens 90 Prozent der Zinserträge für das Versichertenkollektiv aufwenden.

Es ist also durchaus positiv, wenn dieser Puffer sehr hoch ist. Allein 2017 sind die Rückstellungen um 17,3 Milliarden Euro angewachsen, erklärt PKV-Verbandspräsident Uwe Laue: das sind 34 Millionen Euro pro Tag. „Mit den Alterungsrückstellungen sind Privatversicherte gut auf den demografischen Wandel vorbereitet“, so Laue. „Anders als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kalkuliert die PKV die Beiträge so, dass die Versicherten von Beginn an Vorsorge dafür treffen, dass im Alter der Bedarf an Leistungen steigt“.

Gut zu wissen: Wechselt privat Krankenversicherte in einen anderen Tarif desselben Versicherers, können sie die Rückstellungen problemlos mitnehmen. Problematisch wird es jedoch, wenn man sich eine andere Krankenversicherung suchen will. Dann sind die Möglichkeiten zur Mitnahme stark begrenzt. Deshalb sollte man sich vor solch einem Schritt gut informieren und umfassend beraten lassen!

Wenige Beschwerden beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung

Der Ombudsmann der Privaten Krankenversicherung ist eine wichtige Anlaufstelle, wenn sich private Krankenversicherte über ihren Versicherer ärgern. Die Schlichtungsstelle kann schnell und unbürokratisch prüfen, ob die Ansprüche eines Versicherungsnehmers berechtigt sind. Aber es gibt auch Grenzen im Schlichtungsverfahren, wie der jüngst vorgestellte Jahresbericht für 2016 zeigt.

Ärger mit der Privaten Krankenversicherung? Dann können sich Privatversicherte an Heinz Lanfermann wenden, den Ombudsmann für die PKV mit Sitz in Berlin. Die Schlichtungsstelle prüft die Ansprüche des Antragstellers und versucht, eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. Das hat mehrere Vorteile: Das Verfahren kostet nichts und man musste sich nicht durch mehrere Instanzen klagen, falls eine Einigung herbeigeführt werden kann.

Vergleichsweise wenige Beschwerden

Der jüngst vorgestellte „Jahresbericht 2016“ des Ombudsmanns zeigt aber, dass das Beschwerdeaufkommen ohnehin recht gering ist. Zwar scheint die Zahl von 6.084 Beschwerden im Vorjahr zunächst recht hoch. Das relativiert sich aber, wenn man die Zahl ins Verhältnis zu allen PKV-Verträgen setzt. Diese umfassen nämlich nicht nur die Krankenvollversicherung, sondern auch die Zusatz- und Pflegeversicherungen.

Stolze 43 Millionen Verträge haben die Bundesbürger bei allen Krankenversicherern abgeschlossen. Und das bedeutet eine Beschwerdequote von 0,014 Prozent – ein guter Wert, wie auch Lanfermann betont. Es könne „auch für 2016 festgestellt werden, dass eine sehr hohe Zufriedenheit der Kunden mit ihrer privaten Krankenversicherung besteht und das Beschwerdemanagement offensichtlich schon viele Meinungsverschiedenheiten im Sinne der Kunden auflöst“, kommentiert der Jurist.

Wermutstropfen: Nur jede vierte Schlichtung ist erfolgreich

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch. Nur jede vierte Streitschlichtung (25,3 Prozent) konnte 2016 zur Zufriedenheit des Kunden beigelegt werden. Ein Nachteil muss das für Verbraucher aber nicht bedeuten. Sind sie mit dem Schlichtungsspruch unzufrieden, können sie hinterher immer noch den Rechtsweg wählen. Denn die Ansprüche verjähren nicht, wenn jemand das Schlichtungsverfahren beantragt. Es lohnt sich also, erst einmal den Weg der Schlichtung zu gehen!

Warum aber ist in der privaten Krankenversicherung nur jeder vierte Schlichtungsspruch erfolgreich? Hier fällt auf, dass der Ombudsmann für die anderen Versicherungssparten, Günter Hirsch, weit erfolgreicher ist: Er kann 40 Prozent der Streitigkeiten zur Zufriedenheit des Kunden beilegen. Denn in der Versicherungswirtschaft gibt es zwei Schlichtungsstellen: eine für die Private Krankenversicherung und eine für die anderen Versicherungsarten, etwa Hausrat-, Rechtsschutz- oder Unfallversicherung.

Oft komplexe Streitthemen

Dass der PKV-Ombudsmann hier etwas schlechter abschneidet, liegt an den komplexen Fällen in der privaten Krankenversicherung. Jedes fünfte Schlichtungsverfahren betrifft nämlich die Frage der medizinischen Notwendigkeit: Also, ob ein Versicherer tatsächlich für die Behandlung zahlen muss oder nicht. Das muss in der Regel am Einzelfall geklärt werden. Der PKV-Ombudsmann kann zwar durchaus solche Fälle prüfen, etwa, ob der Versicherer Fehler in seiner Begründung der Ablehnung hat. Aber er kann keine Drittgutachten von medizinischen Fachverständigen einholen.

Dennoch: Es lohnt sich zu schauen, ob eine Schlichtung auch ohne Klage vor Gericht möglich ist. Das schont im Zweifel Zeit und Portemonnaie. Auch die Verbraucherzentralen haben schon bestätigt, dass der Ombudsmann gute Arbeit macht.

Private Krankenversicherung: Freiwilliges Arzthonorar nicht von Steuer absetzbar

Kann ein Versicherter ein Arzthonorar von der Steuer absetzen, das er gezahlt hat, um eine Beitragsrückerstattung in der privaten Krankenversicherung zu erhalten? Leider nicht, wie ein aktuelles Urteil des Finanzgerichtes Berlin-Brandenburg zeigt. Aber das letzte Wort ist in der Sache noch nicht gesprochen.

Viele private Krankenversicherer belohnen eine gesunde Lebensweise mit finanziellen Vorteilen. Zum Beispiel derart, dass der Versicherungsnehmer einen Teil des Jahresbeitrages zurückerhält, wenn er im Kalenderjahr keinen Arzt aufsuchen musste. Die entsprechenden Tarife erfreuen sich großer Beliebtheit: Jedes Jahr zahlen die Krankenversicherer Millionen an ihre Kunden zurück.

Um von einer solchen Beitragsrückerstattung zu profitieren, kann es unter Umständen sinnvoll sein, eine einmalige Arztrechnung selbst zu zahlen – abhängig davon, ob das Arzthonorar geringer ausfallen würde als die Rückerstattung des Versicherers. Leider können diese Aufwendungen nicht von der Steuer abgesetzt werden. Das zeigt ein aktuelles Urteil des Finanzgerichtes Berlin Brandenburg vom 19. April 2017 ( Az.: 11 K 11327/6).

Beitragsrückerstattung des Versicherers bewirkte Forderung des Finanzamtes

Im verhandelten Rechtsstreit hatte ein Mann geklagt, der die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung bei der Steuererklärung geltend gemacht. Das Finanzamt erlangte aber Kenntnis davon, dass der Mann im Streitjahr eine Beitragsrückerstattung seines privaten Krankenversicherers erhalten hatte. Weil diese Angabe in der Steuererklärung fehlte, forderte das Finanzamt nun eine Steuernachzahlung. Denn es berücksichtigte nur noch die Beitragszahlungen abzüglich der Erstattung.

Daraufhin argumentierte der Kläger, dass er nur deshalb einen Teil der bezahlten Versicherungsprämien zurückerhielt, weil er eine Arztrechnung im betreffenden Jahr selbst gezahlt hatte. Die Kosten hierfür hätten die Rückerstattung deutlich überstiegen. Er wollte das Arzthonorar nun wiederum als „außergewöhnliche Belastung“ bei der Steuer anrechnen lassen. Das Finanzamt lehnte dies ab, weshalb der Mann schließlich vor Gericht zog und klagte.

Freiwillige Zahlung – es liegt keine „außergewöhnliche Belastung“ vor

Doch die Richter wiesen die Klage des Mannes ab. Laut dem Einkommenssteuergesetz (EStG) bedeutet das Arzthonorar demnach keine außergewöhnliche Belastung, die von der Steuer abgesetzt werden kann.

Begründung: Bei einer außergewöhnlichen Belastung müsste es sich um eine Zahlung handeln, die dem Steuerzahlenden zwangsläufig entsteht und der er sich nicht entziehen kann. Hieran fehle es, wenn der Steuerpflichtige – wie hier – freiwillig auf einen bestehenden Erstattungsanspruch gegen seinen Krankenversicherer verzichtet. Aber das letzte Wort ist bei dem Thema noch nicht gesprochen. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage hat das Finanzgericht eine Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

 

 

PKV-Ombudsmann – Schlichtungsstelle stellt Jahresbericht vor

Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung hat seinen Jahresbericht für 2016 vorgestellt. Zwar ist die Zahl der Schlichtungsanträge erneut gestiegen – bleibt aber im Vergleich zur Gesamtzahl der Verträge sehr gering.

Wer Ärger mit seiner privaten Krankenversicherung hat, der kann sich an die Schlichtungsstelle von Heinz Lanfermann wenden, dem Ombudsmann der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Wenn Privatversicherte dort ein Schlichtungsverfahren beantragen, werden die Ansprüche schnell und unbürokratisch geprüft, ohne dass der oft teure und langwierige Weg vor Gericht gewählt werden muss. Der Vorteil: Das Verfahren ist nicht nur kostenlos. Ansprüche verjähren auch in der Zeit der Schlichtung nicht, so dass Versicherte immer noch den Weg vor Gericht gehen können, wenn der Schlichtungsspruch nicht ihren Vorstellungen entspricht.

6.084 Beschwerden im Jahr 2016

Heinz Lanfermann hat in dieser Woche seinen vorläufigen Bericht für das Jahr 2016 vorgestellt. Das Ergebnis: Zwar hatten wieder mehr Menschen Anlass, sich über ihre Versicherung zu ärgern. Die Zahl der Schlichtungsanfragen stieg demnach von 5.770 im Jahr 2015 auf 6.084 Anträge im letzten Jahr. Das bedeutet einen Anstieg um 5,44 Prozent. Aber die Zahl der Beschwerden ist vor dem Hintergrund der Gesamtzahl an Versicherungsverträgen zu bewerten. Und so gibt es auch eine gute Nachricht: Nach wie vor ist das Beschwerdeaufkommen sehr gering.

Die Schlichtungsstelle nimmt nämlich nicht nur Beschwerden zur privaten Krankenvoll- und Pflegepflichtversicherung entgegen. Auch wer einen Konflikt mit seinem Krankenzusatz-Versicherer hat, kann sich an den Ombudsmann wenden. Und so ist das Beschwerdeaufkommen vor dem Hintergrund von 40 Millionen Versicherungsverträgen zu bewerten. Da bedeuten knapp 6.100 Schlichtungsanfragen einen prozentualen Anteil von weniger als 0,01 Prozent an Versicherten, die den Weg der Schlichtung wählten.

Häufigster Grund für Schlichtungsanfragen war in der Krankenvollversicherung die sogenannte Medizinische Notwendigkeit: Jede fünfte Schlichtungsanfrage bezog sich darauf. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn der Hausarzt eine bestimmte Behandlung empfiehlt, aber ein unabhängiger Gutachter zu dem Schluss kommt, dass sie nicht sinnvoll ist – und damit nicht vom Krankenversicherer bezahlt werden muss. Ein Punkt, der übrigens auch bei den gesetzlichen Krankenkassen oft Ursache für Auseinandersetzungen ist.

Zuerst Kontakt mit Versicherer suchen!

Wichtig: Bevor man sich an den PKV-Ombudsmann wendet, sollte man das Gespräch mit dem Versicherer gesucht bzw. dort Beschwerde eingelegt haben. Sonst kann das Schlichtungsverfahren nicht akzeptiert werden. Schließlich könnte auf diese Weise schon eine Lösung herbeigeführt werden.

Dass es sich lohnt, vor dem Rechtsweg ein Schlichtungsverfahren anzustreben, zeigt auch die hohe Erfolgsquote. Knapp jedes vierte Schlichtungsverfahren fällt zur Zufriedenheit des Versicherten aus und kann eine Lösung herbeiführen. Mehr Informationen finden Interessierte auf der Webseite pkv-ombudsmann.de. Auch ein Versicherungsfachmann hilft gern weiter, was bei Antrag auf Schlichtung zu beachten ist.

 

 

PKV-Verband warnt erneut vor unseriösen Anrufen

Ab November informieren viele private Krankenversicherer ihre Patienten, wie sich die Prämien im kommenden Jahr gestalten werden. Das ruft auch unseriöse Geschäftemacher auf den Plan. Der PKV-Verband warnt dieser Tage erneut vor unseriösen Werbe-Anrufen, bei denen Krankenversicherte zu einem Wechsel in einen anderen Tarif bewogen werden sollen.

Es hat fast schon Tradition, dass im Herbst Privatversicherte vermehrt über ungebetene und nervige Werbeanrufe klagen. Denn dann geben die Versicherer bekannt, ob die Prämien in der privaten Krankenversicherung stabil bleiben – oder angehoben werden. Leider sind auch dieses Jahr wieder vermehrt sogenannte Cold-Call-Anrufe zu beobachten, wie der PKV-Dachverband in einer aktuellen Pressemeldung berichtet.

Anrufer behaupten, Mitarbeiter des PKV-Verbandes zu sein

Die Anrufer geben sich hierbei als Mitarbeiter des PKV-Verbandes aus. „Dies ist eine bewusste Täuschung“, erklärt der Verband in seiner Pressemeldung. Und weiter: „Mitarbeiter des PKV-Verbandes führen selbstverständlich keine vertriebsorientierten Telefongespräche. Als neutraler Dachverband der Branche darf der Verband schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht als Makler tätig werden. Solche unlauteren Werbemethoden führen den Verbraucher in die Irre und schädigen dem Ruf der Branche.“

Stattdessen empfiehlt der PKV-Verband, die Namen und Telefonnummern der Anrufer abzufragen – und diese dann bei der Polizei anzuzeigen. Denn diese Cold Calls seien eine strafbare Handlung im Sinne von § 43 Abs. 2 Nr. 1 des Datenschutzgesetzes. Es ist zudem fraglich, ob die Anrufer tatsächlich einen günstigeren Tarif vermitteln können und wollen. Oft verbergen sich auch Adresshändler dahinter, die sensible Daten abfragen und dann weiterverkaufen wollen.

Was tun, wenn die Prämie steigt?

Was aber tun, wenn die Versicherungsprämie tatsächlich angehoben werden soll? Aufgrund des Niedrigzinses erwarten auch Branchenexperten einen Anstieg um zehn bis zwölf Prozent. Mitunter hilft es zum Beispiel, einen höheren Selbstbehalt zu vereinbaren, so dass man bei Behandlungen einen kleinen Anteil selbst zahlt.

Auch gibt es seit 2009 die Möglichkeit, in einen anderen Tarif des eigenen Versicherers zu wechseln, wenn dieser preiswerter ist, aber ein ähnliches Leistungsniveau bietet. Möglich macht dies § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Und tatsächlich bieten viele Krankenversicherer preiswertere Tarife an, um junge und gesunde Gutverdiener als neue Mitglieder zu werben. Eine neue Gesundheitsprüfung dürfen die Versicherer bei einem solchen Wechsel nicht verlangen.

Auf jeden Fall gilt: der Wechsel in einen neuen PKV-Tarif sollte nur nach intensiver Abwägung der Vor- und Nachteile erfolgen und auch nach umfassender Beratung, aber nicht spontan nach einem Telefongespräch! Schließlich sind die Verträge hochkomplex. Wer vorschnell auf das Werben solcher Tarifwechsler eingeht, riskiert, wichtige Leistungen zu verlieren und hinterher schlechter dazustehen.

 

EWR-Dienstleister: Oft kein vollwertiger Krankenversicherungsschutz!

Wer eine private Krankenversicherung abschließen will, kann das seit einigen Jahren auch bei einem ausländischen Anbieter tun, in Fachkreisen EWR-Dienstleister genannt. Diese werden seit einiger Zeit sehr intensiv im Internet beworben. Aber Vorsicht: die Tarife haben oft Leistungslücken, die daran zweifeln lassen, ob es sich überhaupt um einen vollwertigen Krankenversicherungs-Schutz handelt.

Auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung haben die Bundesbürger seit mehreren Jahren auch die Möglichkeit, sich bei einem sogenannten EWR-Dienstleister zu versichern. Damit sind ausländische Krankenversicherer gemeint, die ihren Sitz entweder in einem EU-Land oder dem europäischen Wirtschaftsraum haben. „EWR“ ist hierbei die Abkürzung für „Europäischer Wirtschaftsraum“. Immer öfter findet man entsprechende Angebote im Internet, oft mit dem Versprechen auf niedrige Beiträge.

Oft keine vollwertige Krankenvollversicherung

Wer den Wechsel zu einem solchen Anbieter in Betracht zieht, sollte jedoch vorsichtig sein. Denn in der Regel bieten EWR-Dienstleister keinen vollwertigen Krankenversicherungs-Schutz im Sinne des Versicherungsvertragsgesetzes an (§ 193 Abs. 3). Laut dem Gesetz ist jeder Bürger mit Wohnsitz in Deutschland verpflichtet sich krankenversichern zu lassen – und zwar derart, dass ein Mindestschutz für Behandlungen besteht.

Ob die ausländischen Krankenversicherer diese Anforderungen erfüllen können, ist zumindest umstritten. Oft sind bestimmte ambulante und stationäre Heilbehandlungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen oder die Leistung hierfür auf eine vergleichsweise geringe Höchstbeträge pro Jahr begrenzt. Und zwar derart, dass Versicherte im Leistungsfall auf Krankheitskosten sitzen bleiben.

Ein weiteres Problem: Auch Altersrückstellungen sehen EWR-Tarife in der Regel nicht vor. Diese Rücklagen werden normalerweise in der privaten Krankenversicherung angespart, um den Kunden vor allzu hohen Teuerungen im Alter zu schützen. Denn rein statistisch erzeugen Senioren auch höhere Gesundheitskosten. Der Gesetzgeber schreibt die Bildung solcher Beitragspuffer explizit vor, damit die Versicherten nicht finanziell überlastet werden.

Problem Numero Drei betrifft die Situation, dass Kunden in Zahlungsverzug geraten. Ein deutscher Krankenversicherer dürfte der betroffenen Person nicht einfach kündigen, sondern muss nach einer Frist den Wechsel in den sogenannten Notlagentarif ermöglichen. In diesem Tarif ist zumindest die Akut- und Schmerzversorgung sowie die Behandlung chronischer Krankheiten gesichert – auch wenn der Versicherte mit Beiträgen im Rückstand ist. EWR-Dienstleister aber formulieren in ihren Vertragsbedingungen oft Klauseln, wonach sie Verbraucher bei Zahlungsverzug vor die Tür setzen können.

Teils Aggressive Werbung mit EWR-Tarifen

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass speziell einige Online-Vermittler recht offensiv mit EWR-Tarifen werben: zum Beispiel um Kunden, die aktuell keinen Versicherungsschutz genießen. Als Lockmittel dienen oft die günstigen Prämien. Hier profitieren die Anbieter davon, dass sie eben keinen Altersrückstellungen bilden müssen. Verbraucherorganisationen wie der Bund der Versicherten (BdV) gehen gegen diese Werbung mitunter juristisch vor und verlangen eine Unterlassungserklärung, wenn nicht klar ersichtlich ist, dass die Tarife keinen Kranken-Vollschutz bieten. Auch die Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat im Juli 2015 vor Leistungslücken bei diesen Angeboten gewarnt.

Eine private Krankenversicherung sollten Interessierte hingegen nur nach intensiver Beschäftigung und vorheriger Information abschließen. Schließlich soll der Schutz im Idealfall ein ganzes Leben lang eine gute Gesundheitsversorgung bereithalten, die vielleicht sogar über das Leistungsniveau einer Krankenkasse deutlich hinausgeht. Hier gilt es nicht nur, auf die Höhe der Prämie zu achten. Auch der Leistungskatalog eines Versicherers ist wichtig! Ein Versicherungsfachmann und auch der Hausarzt können dabei behilflich sein, einen guten und passenden Tarif zu finden.

 

PKV – Erneut unseriöse Werbeanrufe bei Privatversicherten

In den letzten Wochen haben sich wieder verstärkt Versicherungskunden darüber beschwert, dass sie Anrufe von sogenannten Tarifoptimierern erhalten. Diese versprechen Prämienersparnisse von bis zu 40 Prozent bei Wechsel in einen anderen Tarif. Das Problem: Seriös sind die Anrufe in der Regel nicht! Sogar der PKV-Dachverband hat schon gewarnt, leichtsinnig sensible Informationen weiterzugeben.

Wenn das Telefon klingelt, ist nicht immer ein erbetener Anrufer am anderen Ende der Leitung. So auch in jenen Fällen, von denen ein Stralsunder Versicherungsmakler jüngst auf seiner Webseite berichtete. Gleich mehrere seiner Kunden bekamen Anrufe von einem Wechselanbieter mit dem Versprechen, sie könnten bis zu 40 Prozent der PKV-Beiträge sparen, wenn sie in einen anderen Tarif wechseln. Auch andere Vermittler berichten von solchen Abwerbeversuchen.

Tatsächlich gibt es im Versicherungsvertragsgesetz den Paragraphen 204 VVG. Dieser besagt, Kunden haben Anspruch auf einen Tarifwechsel beim eigenen Versicherer, sollte dieser einen vergleichbaren Tarif mit ähnlichem Leistungsumfang billiger anbieten. Eine neue Gesundheitsprüfung darf der Versicherer nur dann verlangen, wenn der Kunde auf Mehrleistungen besteht, die der Tarif beinhaltet. Gerade für ältere Kunden ist ein solcher Wechsel eine Option, Beitragssteigerungen im Alter zu vermeiden.

Anrufer sind nicht seriös

Doch besagte Anrufer, die mit derartigen Versprechen Kunden locken, sind schlicht nicht seriös. Dies zeigt sich schon daran, dass sie am Telefon nicht die Wahrheit sagen. So wollten einige Kunden wissen, woher der Anrufer denn die Telefonnummer und die Daten der Krankenversicherung habe. Die Werbeanrufer antworteten, es gebe ein deutsches PKV-Register, in dem die Kontaktdaten aller Privatpatienten gespeichert seien. Eine glatte Lüge, denn ein solches Register existiert nicht.

Auch die Versicherungen und Vermittler haben die Daten nicht weitergegeben, sie dürfen es gar nicht. Wahrscheinlicher ist, dass die vermeintlichen Tarifoptimierer sich die Datensätze bei Online-Händlern im Netz gekauft haben. Es gibt entsprechende Händler, die Informationen im Netz abgreifen und dann weiterverkaufen – übrigens ganz legal. Oft hat der Kunde allzu arglos sensible Daten in ein Online-Formular eingegeben, hinter dem sich Adresshändler verbargen.

Auch die Höhe der versprochenen Einsparung ist nicht seriös. Der Verbraucherverband „Bund der Versicherten“ (BdV) hat Ende des letzten Jahres einen solchen Tarifoptimierer abgemahnt – weil die Hochrechnungen des Tarifwechselanbieters völlig unrealistisch waren. Darüber hinaus hat der Verband 2015 eine Unterlassungserklärung zu den bisherigen Methoden in Werbeflyern und im Webauftritt des Tarifwechsel-Anbieters erwirkt.

Am Telefon Infos nicht einfach weitergeben!

Statt sensible Daten an die Anrufer weiterzugeben, sollten Betroffene sich lieber nach Namen und Kontaktdaten erkundigen und eine Online-Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen. Denn oft stecken dahinter ebenjene Adresshändler, die Daten abgreifen und weiterverkaufen wollen. Selbst der PKV-Dachverband hat bereits vor solchen „Cold Calls“ gewarnt. Sie erfüllen nach Ansicht des PKV-Verbandes den Tatbestand des strafbaren Verhaltens im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (§ 43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG).

Pflegevorsorge – Viele Bürger verlassen sich auf den Staat

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Art Teilkasko: Die anfallenden Pflegekosten lassen sich damit nicht komplett auffangen, wenn ein Pflegefall in der Familie auftritt. Dennoch vertraut eine Mehrheit der Bundesbürger beim Thema Pflege auf den Staat und sichert sich nicht zusätzlich privat ab, wie eine aktuelle Umfrage von forsa im Auftrag eines großen deutschen Versicherers ergab.

Über zweieinhalb Millionen Bundesbürger brauchen Pflege, weil sie dauerhaft krank oder dement sind, Tendenz stark steigend. Für die Angehörigen bedeutet dies eine starke Belastung: physisch, psychisch und finanziell. Sie müssen den Patienten Schuhe ankleiden, das Essen reichen, ihn waschen und pflegen. Immerhin 1,7 Millionen Pflegebedürftige werden rund um die Uhr von ihren Angehörigen zuhause betreut. Die Rente reicht oft nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken.

Es droht eine Pflegelücke

Auch die gesetzliche Pflegeversicherung erbringt nur einen Teilschutz. Die Stiftung Warentest hat 2015 errechnet, dass -abhängig von der Pflegestufe- eine Finanzierungslücke zwischen 540 und 2.000 Euro im Monat entstehen kann, wenn ein Pflegefall in der Familie auftritt. Wer das Geld nicht aus eigenem Vermögen oder von seinen Ersparnissen zuschießen kann, sieht sich schnell in der Armutsfalle. Über 440.000 Pflegebedürftige sind bereits auf Sozialhilfe angewiesen.

Umso verwunderlicher ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag einer Versicherung. Auf die Frage, wer für die Pflegekosten im Ernstfall aufkommt, nannte die große Mehrheit der Bundesbürger die gesetzliche Pflegeversicherung (80 Prozent). 69 Prozent glauben, dass die private Pflegeversicherung in einem solchen Fall herangezogen werden kann, 62 Prozent nennen das eigene Vermögen und 61 Prozent die Krankenversicherung. Auch das Sozialamt (55 Prozent) und die gesetzliche Rentenversicherung (52 Prozent) werden als Absicherung genannt.

Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung hatten allerdings zusätzlich nur 32 Prozent der befragten Bundesbürger vorgesorgt. Etwa jeder Dritte verfügt also über einen solchen Schutz, der Rest steht ohne zusätzliche Absicherung da. Auch wenn das Thema Pflege bei den Bürgern angekommen ist, glauben immer noch viele, der Staat wird im Ernstfall schon zahlen. Und das ist ein gefährlicher Irrglaube!

Elternunterhalt – Kinder haften für ihre Eltern!

Erst greift Vater Staat nämlich den Angehörigen in die Tasche, wenn ein Pflegebedürftiger seinen Bedarf nicht selbst decken kann. Hierfür ermittelt das Sozialamt die unterhaltspflichtigen Verwandten. Zunächst muss der Ehepartner sein Vermögen offenlegen, wenn die Rente des Pflegebedürftigen zum Beispiel für eine stationäre Unterbringung nicht ausreicht. Auch frühere Ehepartner können zur Kasse gebeten werden.

Haben alle Ehegatten gezahlt, kommen die leiblichen Kinder (Verwandte in gerader Linie) in Frage, auch sie haften gesamtschuldnerisch. Dies nennt man „Elternunterhalt“. Wie viel die Angehörigen zahlen müssen, orientiert sich an der Höhe des Einkommens, ein bestimmtes Schonvermögen ist vor dem Zugriff geschützt. Nicht füreinander aufkommen müssen hingegen Geschwister, Verschwägerte oder weiter entfernte Verwandte.

Umso wichtiger ist die Privatvorsorge. Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt zum Beispiel für jeden Tag, an dem der Versicherte pflegebedürftig ist, eine vorher vereinbarte Summe aus. Auch Pflegerentenversicherungen empfehlen sich zur Absicherung des Pflegerisikos. „Wer im Alter nicht sein Vermögen aufzehren will oder auf seine Kinder oder das Sozialamt angewiesen sein möchte, kann mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorsorgen“, schreibt auch die Stiftung Warentest. Welche weiteren Möglichkeiten der Absicherung es gibt, klärt ein Beratungsgespräch!

 

 

 

Verbeamtung von Lehrern in Sachsen und private Krankenversicherung

Verbeamtung von Lehrern in Sachsen  und private Krankenversicherung

Von Einigen seit Jahren gefordert von Anderen stets abgelehnt, die Verbeamtung der Lehrer in Sachsen. Vor allem das sächsische Finanzministerium ist wegen der hohen Pensionsansprüche gegen eine Verbeamtung von Lehrern. Nun fordern gerade die jungen Christdemokraten die Einführung des Beamtenrechtes für diese Berufsgruppe. Seit einiger Zeit können nämlich nicht alle Lehrerstellen in Sachsen besetzt werden. Lehrer sein in Sachsen ist unattraktiv. So kommt es, dass zwar viele Lehrer an den sächsischen Universitäten und Hochschulen ausgebildet werden aber wenige danach eine Anstellung in Sachsen aufnehmen.

Dabei unterscheidet sich das Bruttogehalt eines sächsischen Lehrers nicht wesentlich von seinen Kollegen in anderen Bundesländern. Anders als bei einem verbeamteten Lehrer zahlt der angestellte Lehrer aber wie alle Arbeitnehmer von seinem Gehalt Sozialversicherungsbeiträge (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung). Beim Nettogehalt macht das dann monatlich 500€ bis 600€ Unterschied. Schlecht für den Lehrer, gut für unsere Haushaltskasse des Landes Sachsen. Allerdings muss man dabei beachten, dass ein verbeamteter Lehrer eine private Krankenversicherung benötigt für die er ca. 200€ von seinem Bruttogehalt bezahlt. Dafür ist dieser dann recht anspruchsvoll privatversichert. Die Gehälter von Lehrern erhöhen sich mit den Dienstjahren, egal ob angestellt oder verbeamtet. So kommt es, dass viele Lehrer  früher oder später Anspruch auf eine private Krankenversicherung erlangen.

 

Gehalt für Studienräte Gymnasium und Berufsschule (Stand: 01. April 2014, Lohnsteuerklasse I, ledig, keine Kinder; Beamte vor Abzug der Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge)

Bildschirmfoto-2016-04-18-um-13.48.26

 

Und hier beginnt ein neues Problem. Viele Lehrer können sich nämlich nicht einfach so privat versichern. Die private Krankenversicherung befragt seine Antragsteller nämlich nach dem Gesundheitszustand. Sind sie in den letzten fünf Jahren krank gewesen? Wenn ja kommt es nun darauf an, was für Erkrankungen sie hatten. Eine einfache Erkältung stellt natürlich kein Problem für die private Krankenversicherung dar. Viele Menschen haben aber chronische Erkrankungen (z.B.  Allergien) oder etwa einen Sportunfall, oder, oder. Gerade Lehrer sind in ihrem Beruf psychisch sehr gefordert und benötigen deshalb auch öfter den Rat eines Experten.  Bei psychischen Behandlungen wird oftmals sogar 10 Jahre zurück gefragt. Liegen Vorerkrankungen vor, prüft die Krankenversicherung unter welchen Bedingungen eine Annahme möglich ist. Das kann zum Beispiel ein Risikozuschlag sein. Da bezahlen sie einen höheren Monatsbeitrag. Es gibt aber auch nicht unerheblich viele Menschen, deren Gesundheitszustand eine Aufnahme in die private Krankenversicherung nicht zulässt. Bei einem frisch verbeamteten Lehrer gibt es hierfür eine Regelung, die Beamtenöffnungsklausel. Durch diese Klausel können sie, trotz Vorerkrankung unter gewissen Umständen in die private Krankenversicherung eintreten. Allerdings müssen sie auch hier einen höheren Beitrag und eine weniger gute Versorgung in Kauf nehmen. Angestellte Lehrer mit Vorerkrankung haben kaum eine Chance auf Aufnahme.

Was ist also zu tun? Ich empfehle jedem angehenden Lehrer so zeitig wie möglich den Abschluss einer  Anwartschaftsversicherung. Diese Versicherung sichert Ihnen Ihren Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung. Haben sie später  Erkrankungen, können sie trotzdem problemlos eine private Krankenversicherung bei diesem Unternehmen abschließen. Diese Versicherung kostet nicht viel, spart aber viel wenn Sie sich privat versichern wollen oder müssen.

Nun ist nicht jede Versicherung gleich gut. Bitte lassen Sie sich deshalb von einem Experten beraten.

 

1 2